Schattenwelt



"Und ich verstand die Zeilen,
die der Dichter schrieb,
dass Regentropfen Tränen sind,
wenn der Regen liebt."




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Anregungen & Kritik
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Zwei Geschichten - True & Fake.

Als erstes die, die weitestgehend pure Fiktion ist:
 
Irgendwann
(16.04.09)
 

Wie oft hatte sie schon hier gestanden und in den Regen gestarrt? Wie oft verharrte sie dort und wartete. Irgendwann hörte sie auf zu zählen. Doch jedes Mal betrachtete sie die Regentropfen genau – ihre Einsamkeit in der Masse. Isoliert voneinander und doch eine Einheit. Wie lange hatte sie sich schon gefragt, wann sie in den Wassermassen ertrinken würde? In jenen dort draußen oder jenen, die sich in ihrem Herzen weiter ansammelten. Doch nie passierte es, so sehr sie es sich auch wünschte. Um Erlösung bat. Es geschah nicht. Sie lauschte weiter dem Pochen, dem Prasseln des Regens, dass für sie Klang, wie etliche Glasscherben, die auf ihre Seele nieder stürzten. Wie oft hatte sie sich schon gefragt, wann sie endlich daran verbluten würde? Doch es geschah nie. Das Unwetter kam und ging. Innerlich. Äußerlich. Innerlich. Doch er kam nie. Bis jetzt, war er nie gekommen. Wie lange war es her? Eine Ewigkeit? Zwei? Ein greller Blitz erleuchtete die Straßen, die Bäume, ließ den Regen funkeln – doch ihn erblickte sie nicht.


Und sie wartete.


Wieso war er nicht bei ihr, sondern bei ihr? Wieso dort? War er so sehr vom Weg abgekommen, dass er jenen zu ihr nicht mehr fand? Zu ihrem Herzen? Zu ihrem gemeinsamen Leben? Er sollte bei ihr sein, ja, das war richtig. Aber war es falsch, wenn er bei ihr war? Machte es einen Unterschied, ob hier oder dort? Wenn er glücklich war, wie konnte sie dann beurteilen, was richtig, was falsch ist? Aber war er wirklich glücklich? Ohne sie? Wenn er bei ihr war? War er unglücklich, wenn er bei ihr war, weil er zu ihr wollte oder hatte er alles abgeschüttelt? Alles abgelegt, wie einen durchnässten Mantel nach einem Tag, an dem der Himmel weinte? Machte es einen Unterschied für sie, für ihn, für sie selbst?


Und sie wartete.


Vielleicht verhindert es der Regen. Vielleicht verschleiert er seinen Blick, lässt ihn seinen Weg nicht finden. Hält ihn von ihr fern. War es gut so? Sollte er ihr fern bleiben, oder ihr? Es waren nicht die Regentropfen, nein, es war der Seelenregen. Was auch sonst? Zu viel Schmerz hatte sie begleitet, getrennt und zusammengeführt. Und getrennt. War es endgültig? Würde er für immer bei ihr sein? Oder eines Tages doch zu ihr zurück kommen?


Und sie wartete.


Das salzige Nass, das von oben herab die Erde mit seiner Traurigkeit benetzte, war die letzte Verbindung von ihr zu ihm. Diese Verbindung konnte man ihr nicht nehmen, eben so wenig, wie die Erinnerung. An die Unsicherheit, das Glück und auch das Leid. Der süße Schmerz, die heiße Sehnsucht und die blinde Wut. Wenn er bei ihr war, waren sie getrennt. Und doch vereint. In der Erinnerung. Doch wenn er bei ihr sein würde, waren sie genau so stark getrennt, wie verbunden. Es war der ewige Kampf im Tränenmeer nicht zu ertrinken, doch irgendwann mussten sie aufgeben. Irgendwann. Vielleicht in einer Ewigkeit? Oder zwei?


Und sie wartete.


Jeder einzelne Tropfen stand für eine Lüge. Der Aufprall für die Entdeckung. Das Hinwegfließen für die Zerstreuung. Aber es hatte sie gegeben, genauso wie es sie nun gab. Was war richtig, was falsch? Hatten sie eine Chance? Oder lagen die Chancen für sie besser? Was auch geschehen würde, egal was, solange sie kämpfte, solange sie atmete, würde sie hoffen.


Und sie würde warten.


Als die ersten Sonnenstrahlen das kühle Wasser berührten, wischte sie ihre letzte Träne aus ihrem Augenwinkel. Glitzernd fiel sie zu Boden, zersprang in hundert kleine Teile. In Angst. In Hoffnung. In Hingabe. In Sehnsucht. In Trauer. Sie drehte dem Fenster, dass sie kalt und erbarmungslos von allem trennte was sie verband, den Rücken zu.


Doch irgendwann würde er kommen. Irgendwann. Vielleicht in einer Ewigkeit? Oder zwei?

 
 
Und dazu passend gibt es morgen eine nach wahrer Begebenheit, allerdings geschichtetypisch ein wenig ausgeschmückt. Eigentlich... wollte ich sie noch mit anhängen, aber da die erste schon so lang und verwirrend war, müsst ihr euch noch ein wenig gedulden.
 
@ Tine:
Danke. <3
Den Fehler korrigier ich noch... Keine Ahnung was da über mich gekommen ist.... :D Darfst mich btw gerne verbessern bei allem, was ich übersehe.
:-*
 
 
21.4.09 22:58
 


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